Von Anfang an!

Sept./Okt. 1990

Umfangreiche Erhebungen zum Krankheitszustand und zur Strahlenbelastung
in Belarus (Weißrussland) und in der Ukraine durch die Gruppe „Medizinische
Hilfsmaßnahmen“ (Lengfelder, Forst, Frenzel, Scholz) des Vereins Otto Hug
Strahleninstitut in Bonn · Übergabe der ersten Strahlenmessgeräte in Kiew und
Minsk

Juli 1991
Gründung des Otto Hug Strahleninstitutes – Medizinische Hilfsmaßnahmen
e. V. in München (OHSI-MHM) · Erhebung der Zahlen der Schilddrüsenerkrankungen

30.07.1991
Unterzeichnung eines Rahmenvertrages mit dem Gesundheitsministerium von
Weißrussland zur Durchführung medizinischer und radiometrischer Hilfsprojekte
durch OHSI-MHM

Oktober 1991
Übergabe von Strahlenmessgeräten zur Lebensmittelkontrolle an die Gesundheitsbehörden in 57 Landkreisen in den Oblasts Gomel, Mogilew und Brest (Belarus) und in 23 Landkreisen der Oblasts Tschernigow, Kiew, Rowno,
Schitomir (Ukraine) · Übergabe spezieller Strahlenmesstechnik für Kontrollaufgaben an Gesundheitsbehörden und radiologische Institute in Minsk und Gomel

Jan.-Sept. 1992
Planung und Vorbereitung des integrierten Konzeptes der Diagnostik und Therapie von Schilddrüsenerkrankungen in Gomel und Minsk · Auswahl geeigneter Kliniken für die Projekte · Ausstattung von Kliniken im Oblast Gomel mit Blutanalysegeräten und anderer Ausrüstung

Sommer 1992
Prof. Lengfelder wird Mitglied im Internationalen Beirat der neu gegründeten
Internationalen Sacharow-Hochschule für Radioökologie in Minsk

Sept. 1992
Gründung des Deutschen Verbandes für
Tschernobyl-Hilfe

Jan.-März 1993
Aufbau des Schilddrüsenzentrums am Endokrinologischen Dispensär des Oblast
Gomel, Einbau des Diagnostischen  Laboratoriums · Ausbildung von Ärzten
und Laborpersonal aus Gomel in deutschen Kliniken und Fachlabors

März 1993
Beginn der systematischen Diagnostik und internistischen Therapie von Schilddrüsenerkrankungen der Patienten aus dem Oblast Gomel

1993/1994
Aufbau und Einrichtung des Histopathologischen Laboratoriums am Onkologischen Dispensär in Minsk

26. April 1994
Die Vereinten Nationen würdigen die Bedeutung der medizinischen Hilfsprojekte
des Otto Hug Strahleninstitutes – MHM bei der Bekämpfung der Tschernobyl-
Folgen in Belarus

18. Juni 1994
Veranstaltung der internationalen Tagung „Tschernobyl-Hilfe: Maßnahmen und
Möglichkeiten zur Verbesserung der medizinischen und sozialen Situation in
der GUS“ in München, gemeinsam mit dem Deutschen Verband für Tschernobyl-
Hilfe

Oktober 1994
Internationales Symposium in Gomel, Vorstellung der Projekte für Delegierte
aus westlichen Ländern · Beginn der Unterstützung des Zentrums für enetische
Beratung und pränatale Diagnostik in Gomel

1995
Beginn der Routinearbeit im Histopathologischen Laboratorium in Minsk, seither histologische Untersuchung aller im Onkologischen Dispensär in Minsk an Schilddrüsenkrebs operierten Kinder und Erwachsenen · Fortbildung des Personals an der Universität München

Ab 1995
Ausstattung und Unterstützung des Internationalen Sacharow Instituts für
Radioökologie in Minsk bei der Ausbildung von Studenten in Radioökologie,
Medizinischer Strahlenkunde, Medizintechnik usw.

1995/1996
Planung und Vorbereitung einer Behandlungseinheit für die Radiojodtherapie
von Patienten mit metastasierendem Schilddrüsenkrebs in Gomel · Planung
und Vorbereitung einer Behandlungseinheit für die Hormondiagnostik und
medizinische Versorgung von Patienten vor und nach Schilddrüsenkrebsoperationen in Minsk

April 1996
Veranstaltung des Internationalen Kongresses „10 Jahre nach Tschernobyl:
Eine aktuelle Bilanz der Folgen“ in Berlin, gemeinsam mit den Internationalen
Ärzten für die Verhütung des Atomkrieges - Ärzte in Sozialer Verantwortung
(IPPNW)

Dez. 1996
Vertrag mit der staatlichen Schulbehörde wegen der Untersuchung von Schulklassen aus dem Oblast Gomel auf Schilddrüsenerkrankungen und -krebs

1997
Aufbau und Einrichtung der Behandlungseinheit für die Radiojodtherapie
von Patienten mit metastasierendem Schilddrüsenkrebs im Klinisch-Onkologischen Dispensär in Gomel · Aufbau und Einrichtung einer Behandlungseinheit für die Hormondiagnostik und medizinische Versorgung von Patienten vor und nach Schilddrüsenkrebsoperationen im Onkologischen Dispensär in Minsk

Mai 1997
Am Schilddrüsenzentrum in Gomel wird der 50 000. Patient medizinisch versorgt
August 1997 Beginn der Radiojodtherapie von Patienten mit metastasierendem Schilddrüsenkrebs im Klinisch-Onkologischen Dispensär in Gomel Oktober 1997
Internationales Symposium in Gomel „Fortschritte im Kampf gegen Krebs und
andere Erkrankungen der Schilddrüse“ 

Feb. 1998
Weitere Strahlenmessgeräte zur Kontrolle von Landflächen und Lebensmitteln
übergeben

Herbst 1998
Aufbau einer Anlage zur Herstellung von Infusionslösungen in der Blutbank des
Oblast Gomel · Neues Hilfsgüterlager in Gomel eingerichtet 

Jan. 1999
Ausstattung eines immunologischen Labors an der Internationalen Sacharow
Hochschule für Radioökologie 

April 1999
Übergabe eines hochauflösenden Ultraschallgeräts an das Schilddrüsenzentrum
Gomel

Juni 1999
Übergabe einer Photovoltaikanlage an die Internationale Sacharow Hochschule
für Radioökologie (Projekt gemeinsam mit Energieinstitut Vorarlberg) 

Dez. 2000
Übergabe einer Anlage zur Herstellung von Infusionslösungen an das Pharmakologische Institut der Universität Minsk

April 2001
Übergabe eines analytischen Labors an die Gesundheitsbehörden des Oblast
Gomel

Feb. 2002
Übergabe einer Sterilisationsanlage für Infusionslösungen an das Pharmakologische Institut der Universität Minsk

Dez. 2002
Aufbau und Ausrüstung eines histopathologischen Labors am Klinisch-Onkologischen Zentrum Gomel

Feb. 2003
Übergabe der Ausstattung für ein analytisches Labor an das Pharmakologische
Institut der Universität Minsk

März 2003
Am Schilddrüsenzentrum Gomel wird der 90 000. Schilddrüsenpatient medizinisch versorgt.

Ab März 2004
Ausstattung des Labors und der Arztzimmer im Schilddrüsenzentrum Gomel zur
Verdoppelung der möglichen Untersuchungen wegen hoher Patientenzahlen

April 2004
Im histopathologischen Labor in Minsk sind bereits mehr als 100.000 Präparate
zur Schilddrüsen-Tumordiagnostik angefertigt worden · 
Übergabe von Ausstattungen für Unterrichtsräume und das Wohnheim im Energie- und Ökopark Wolma der Internationalen Sacharow Umwelt Universität

April 2005
Inbetriebnahme des Modellprojekts eines Blockheizkraftwerks (300 kVA el.) in Choiniki am Rande der Sperrzone mit nativem Rapsöl als regenerativem Energieträger

Juni 2005
Übergabe der Laborausstattung zur Wasseranalyse, eines 7,5-to-LKW und einer Transformatorstation (400 kW) an die Internationale Sacharow Umwelt Universität

Ab Sept. 2005
Aufstellung und Ausbau des Erweiterungsbaus (Stahl-Containerbau) für zehn
Arztzimmer am Schilddrüsenzentrum Gomel

Dez. 2005
Bisher 4.550 Behandlungen in der Radiojod-Therapie von Schilddrüsenkrebspatienten am Klinisch-Onkologischen Dispensär Gomel

April 2006

Aufbau einer Photovoltaik-Anlage im Energie- und Ökopark Wolma der Internationalen Sacharow Umwelt Universität (Projekt gemeinsam mit Vorarlberg)

Juni 2006
Im Schilddrüsenzentrum Gomel wird bei den Blutanalysen der Schilddrüsenfunktion die Zahl 270.000 erreicht, über 60.000 davon bei Kindern.

2001 bis September 2007
Erweiterungsbau am Schilddrüsenzentrum in Gomel
Planung, Abbau eines Containerbaus in Deutschland, Transport nach Gomel, Aufbau des Containerbaus am Schilddrüsenzentum in Gomel, Ausstattung der Räume.

Feierliche Übergabe am 21.09.2007 gemeinsam mit Sponsoren.

Juli 2006 bis November 2009
Kooperationsvereinbarung mit der Internationalen Sacharow Umwelt Universität Minsk zur Errichtung einer Muster-Hackschnitzelheizung (450kW) mit Nahwärmenetz im Energie- und Ökopark Wolma (Projekt gemeinsam mit der Vorarlberger Landesregierung), Beginn der Bauarbeiten.

Inbetriebnahme und Beginn des Routinebetriebs der Musteranlage Holzheizung im Öko-Park Wolma.

Seit 2010
Weitere Versorgung des Schilddrüsenzentrums in Gomel mit Untersuchungs-Kits für Hormonanalyse sowie Diagnose-Ausstattung.

Ausstattung der Neugeborenen- und Kinderstation im Zentralkrankenhaus in Choiniki, Oblast Gomel

Übergabe eines Strahlenmessgerätes an das Onkologische Oblastdispensär Gomel.

Modellanlagen regenerativer Energiesysteme
Biomasse für Pellets, Bio-Wasserstoff zur Strom- und Wärmegewinnung.

Vorträge an der Akademie der Wissenschaften in Minsk und Gomel über die Nutzung von Biomasse für Biowasserstoff als universeller Energieträger und Nutzung  für die Energiesituation in Belarus zur Strom- und Wärmegewinnung.

ab 2013
Fortbildungsmaßnahmen in Deutschland für Energiefachleute aus Belarus

September 2013
Internationales Symposium in Gomel: 20 Jahre Schilddrüsenzentrum Gomel gemeinsam mit Sponsoren aus Deutschland, Luxemburg und der Schweiz mit Besuch der Tschernobyl-Sperrzone.

ab 2015
Zusammenarbeit mit der Staatlichen Technischen SUCHOI-Universität in Gomel.

September 2015: Kooperationsvereinbarung "Wissenschaftlich-praktische Zusammenarbeit in Projekten der energetischen Nutzung von Biomasse als regenerativen Energieträger". 

Energetische Nutzung von anderen Biomassen in Holzpellets (Raps, Stroh etc.).
Projektplanungen "Holzlabor" und "Thermische Pilotanlage"

ab September 2016
Fortführung der Unterstützung der Landkreis-Klinik in Choiniki mit Medizingeräten und Laborausstattung, Suche nach Sponsoren

 

 

 

Stand: April 2017