Radiometrische Kontrolle von Nahrungsmitteln und Landflächen

Dieses Projekt wird großflächig in den besonders betroffenen Oblasts in Belarus durchgeführt. Der wesentliche Pfad der Strahlenbelastung nach Tschernobyl erfolgt mittlerweile über die Nahrung. Zu diesem Projekt zählen die flächendeckende Kontrolle der Lebensmittel mit dem Ziel der Erkennung der radioaktiv belasteten Produkte, genauerer Erfassung der strahlenbelasteten Gebiete, der Information der Bevölkerung, und der Beratung staatlicher und anderer Stellen. Dieses Projekt beinhaltet auch die Übergabe und Wartung geeigneter Messgeräte und die Ausbildung des Messpersonals. Die Information der Bevölkerung, aber auch von Lehrern und anderen Multiplikatorpersonen erfolgt in Zusammenarbeit mit der Internationalen Sacharow-Umwelt-Universität, die dafür in Choiniki ein Ausbildungszentrum betreibt.

Dies sind wichtige Aufgaben zur Verminderung weiterer Strahlenbelastung. Auch werden Erkenntnisse darüber benötigt, inwieweit landwirtschaftliche Nutzflächen weiterhin verwendet werden können. Über 100 Messstellen in den drei Republiken konnten bis jetzt mit Messgeräten ausgestattet werden. In manchen Landkreisen des Oblast Gomel sind nur 10 % der privat produierten Milch für den unmittelbaren Verzehr geeignet. Pilze und Beeren aus dem Wald und Fische weisen oft sehr hohe Belastungswerte auf, werden aber privat verzehrt und auf dem Straßenmarkt angeboten. Viele sind dankbar für die Möglichkeit, ihre selbst erzeugten Lebensmittel aus dem eigenen Garten überprüfen lassen zu können.

 

 

aktuelle Strahlenwerte werden regelmäßig bekannt gemacht
Messung von Lebensmittel bei einer Familie in Bartolomejawka
Gammadosisleistung in der Sperrzone